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MASSNAHMEN
ZIELE
GRUNDSÄTZLICHES
VORBEREITUNG
DOKUMENTATION
QUALIFIKATION
HÄUFIGKEIT
ZURÜCK ZU DEN PFLEGESTANDARDS
Maßnahmen:
-
Förderung der Durchblutung durch:
A. Mobilisation und Bewegungstherapie
DURCHFÜHRUNG
B. Lagerung
DURCHFÜHRUNG
-
Kompression der Venen durch:
C. Antithrombosestrümpfe
nach Maß oder
DURCHFÜHRUNG
D. Beine wickeln
DURCHFÜHRUNG
Ziele der Thromboseprophylaxe:
-
Verbesserung des venösen Rückflusses aus den tiefen Venen
-
Komprimierung der dilatierten oberflächlichen
Venen
-
Erhöhung des Muskeltonus
-
Hemmung der intravasalen Gerinnung
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Grundsätzliches:
-
Thromben bilden sich vor allem in Venen, selten in Arterien
-
gefährdet sind alle Patienten mit
verlangsamter Blutströmung (z.B. Herzinsuffizienz, Immobilität),
veränderte Gefäßwände (z.B. diabetische Angiopathie)
und Beschleunigung der Blutgerinnung (z.B. Entzündungen, Aktivieren
von Gerinnungsfaktoren nach OP), Virchow-Trias
-
zusätzliche Risikofaktoren sind:
- schon bestehende Thrombose oder
frühere Thrombosen-Operationen, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
- Varizen (bei der Mobilisation dieser
Patienten außerhalb des Bettes müssen zusätzlich über
den AT-Strumpf elastische Binden gewickelt werden)
- Embolie, Herzinfarkt, Adipositas
- Frühzeichen sind: Schmerzen
entlang der Vene, Fußsohlenschmerz, Überwärmung, Rötung
und Schwellung der betroffenen Extremität
- Antithrombosestrümpfe/Binden
immer nur beim liegenden Patienten an- oder ausziehen (im Bett! s.a. Standard
Körperpflege)
-
bei bekannter arterieller Verschlußkrankheit,
Sensibilitätsstörungen, Drucknekrosen ... sind Antithrombosestrümpfe/Beine
wickeln kontraindiziert
-
bei oraler Antikoagulantiengabe intramuskuläre
Injektionen vermeiden
-
bei Antikoagulantiengabe Gefahr von Mundschleimhaut-,
Darm- und Nierenblutung
-
bei der Körperpflege Extremitäten
herzwärts ausstreichen
-
bei Aufstehpatienten mit erhöhtem
Thromboserisiko Beinhochlagerung im Bett durchführen
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Vorbereitung
für alle Maßnahmen:
-
Materialien je nach vorgesehener Maßnahme (z.B. AT-Strümpfe,
Binden, Lagerungshilfsmittel, bei Mobilisation: Morgenrock und Hausschuhe,
usw.) bereitlegen
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ZU A: Mobilisation und Bewegungsübungen
Durchführung:
-
Frühmobilisation siehe Standard Mobilisation Nr. 2.8
-
Aktive und passive Bewegungs- und Spannungsübungen
siehe Standard Nr: 2.5
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ZU B: Lagerung
Durchführung:
-
Förderung des venösen Rückstroms durch leichte Beinhochlagerung
(15°),
Knie leicht gebeugt, nicht abknicken, Beine nicht überkreuzen
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ZU C: Antithrombosestrümpfe
Durchführung:
-
hygienische Händedesinfektion (s. Hygienehandbuch)
-
Anlegen im Liegen, vorher entstauende
Lagerung
-
Patient informieren, ggf. in Rückenlage
bringen
-
passende Strumpfgröße durch
Abmessen ermitteln
-
mit der Hand bis zur Fersenrundung in
den Strumpf fassen und den Strumpf bis zur Fersengegend auf links drehen
-
Strumpf über Fuß und Ferse
stülpen und prüfen, ob Ferse des Patienten in der Fersenrundung
liegt
-
AT-Strümpfe über Knöchel
und Wade nach oben ziehen, alle Falten beseitigen
-
oberer Rand des Strumpfes endet an der
Gesäßfalte (nicht umschlagen!)
-
AT-Strümpfe nur zum Waschen der Beine
ausziehen, müssen über 24 h getragen werden
-
AT-Strümpfe zweimal wöchentlich
oder bei Verschmutzung wechseln
-
bei Körperpflege Beobachtung des
Hautzustandes
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ZU D: Beine wickeln
Durchführung:
-
Anlegen im Liegen, vorher entstauende Lagerung
-
Ausstreichen der oberflächlichen
Venen herzwärts
-
Wickeln mir elastischen Binden (am Fuß
beginnend, Zehen freilassen, Ferse einbeziehen (3-4 Binden notwendig)
-
Abstufung der Kompression, vom Knöchel
zum Oberschenkel abnehmend
-
Kreis- und Achtertouren, 2/3 Überlappung,
mit schmaler Binde beginnen
-
nach ärztlicher Anordnung nur Unterschenkel
oder Unterschenkel und Oberschenkel
-
Druckkontrolle nach einer halben Stunde
(Zehendurchblutung!)
-
Verband alle 12 Stunden erneuern
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Dokumentation:
-
Eintragung in den Durchführungsnachweis / Pflegebericht mit Handzeichen
und Uhrzeit
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Qualifikation:
-
Krankenschwester / -pfleger
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