
Ambulante Krankenpflege
Dismer
Versorgung eines Port-Katheters
BESCHREIBUNG
MATERIAL
ZU
BEACHTEN
DURCHFÜHRUNG
KOMPLIKATIONEN
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Beschreibung:
Vollständige Bezeichnung:
PortacathSystem
Der PortKatheter ist ein
implantiertes, subkutan liegendes Kunstoffreservoir mit Anschluss
an das Gefäßsystem (z. B. Vena jugularis, Vena cava superior).
Ein PortKatheter wird gelegt, wenn die Notwendigkeit eines
langfristigen oder sehr häufigen Gefäßzugangs besteht, z. B.
zur vollständigen langfristigen parenteralen Ernährung und
Flüssigkeitszufuhr und / oder zur lokalen Chemotherapie (z. B.
bei Lebermetastasen).
Ein zentraler Venenzugang birgt
potentielle Gefahren für den Patienten, denn der Katheter kann
bei unsachgemäßer Handhabung als 'Bakterienleitschiene'
fungieren und Ursache für Infektionen (Phlebitis) sein, die bis
zur Sepsis führen können. Außerdem besteht die Gefahr einer
Luft- und Katheterembolie sowie von Thrombenbildung an der
Katheterspitze.
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ANFANG
Material:
- Händedesinfektionsmittel
- Hautdesinfektionsmittel
- NaCl 0,9% (5 oder 10 ml
Ampullen)
- Spritzen (5 oder 10 ml)
- Kanülen (Nr. 1 oder 2)
- Port-Kanülen = Huber-Nadel
(Länge nach Angabe des Arztes)
- Fixierungspflaster (nicht
immer notwendig)
- Tropfenzähler (oder
Infusomat)
- Infusionsgerät
- Infusionsständer
- Infusionslösung evtl. mit
Zusätzen (nach Angabe des Arztes)
- Steriler Verband (nach
Entfernung der Port-Kanüle)
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ANFANG
weiteres / zu beachten:
- Vertragsärztliche Verordnung
mit Angabe der verordnungsrelevanten Diagnosen,
- Genauer Infusionsplan mit
Infusionsmenge pro Tag, Einlaufdauer pro Infusion, evtl.
liegt genaue Tropfenzahl vor
- Ständige Anwesenheitspflicht
der Krankenpflegeperson z.B. bei schwerwiegenden
Medikamentenwirkungen, Parallelinfusionen etc. muss auf
der ärztlichen Verordnung vermerkt werden
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ANFANG
Personalvoraussetzungen:
3-jährig examiniertes
Krankenpflegepersonal mit entsprechender Berufserfahrung und
Fortbildung
Durchführung - Richten der Infusion:
- Tagesbedarf an
Infusionsflaschen und Zusatzmedikamente bereitstellen,
- Infusionslösung nach
Anordnung jeweils unmittelbar vor Gebrauch zubereiten
Durchführung - Zubereiten der Infusion:
- Infusion auf Verfalls- bzw.
Ausfallzeichen prüfen (Farbveränderung, Ausflockung)
- Händedesinfektion der
Pflegekraft
- Gummistopfen der
Infusionsflasche mit Desinfektionsmittel besprühen,
- Einwirkzeit beachten und mit
sterilem Tupfer abwischen;
- Zusatzmedikament steril
applizieren,
- Infusionssystem anschließen
und luftfrei füllen (Filter verwenden bei parenteraler
Ernährung).
- (Wechsel des
Infusionssystems: nach 24 Stunden)
Durchführung - Anlegen der Infusion:
- Händedesinfektion
- Port-Kanüle mit NaCl 0,9%
füllen und abklemmen
- Hautdesinfektion der
Einstichstelle
- Port-Kanüle einstechen, bei
Bedarf mit zusätzlichem Fixierungspflaster versehen
- Port-Katheter spülen
- Infusion anschließen,
angegebene Tropfgeschwindigkeit einstellen
- Dokumentation
Durchführung - Entfernen der Infusion
(Port-Kanüle bleibt liegen):
- Händedesinfektion
- Port-Katheter abklemmen
- Infusion entfernen
- Port-Katheter mit 10 ml NaCl
0,9% spülen
- Port-Katheter abstöpseln
- Dokumentation
Durchführung - Entfernen der
Port-Kanüle:
- Händedesinfektion
- Entfernung des
Fixierungspflasters
- Entfernen der Kanüle
- Steriler Verband
- Dokumentation
Nachsorge:
- Kontrolle der Einstichstelle
- Vitalzeichenkontrolle
- Flüssigkeitsbilanz
- Dokumentation
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ANFANG
Komplikationen:
- Schwellungen,
Hautirritationen durch Fixierungspflaster, Infektion des
Port-Katheters (Symptom Fieber)
- Auf mögliche Nebenwirkungen
achten: allergische Reaktion, Kreislaufreaktion,
Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Ödembildung, Exsikkose,
Durchfall, Erbrechen etc.
- Ggf. Infusion abstellen,
Arzt/Notarzt informieren
- Engmaschige
Vitalzeichenkontrolle; Beobachtungen u. Maßnahmen im
Pflegebericht dokumentieren.
Allgemein:
- Herz-Kreislaufreaktionen auf
Flüssigkeitsangebot
- Akute Galle (=Symptom
Ikterus; Termin für ärztliche Allgemein- und
Blutkontrollen beachten)
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ANFANG
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Update:27.10.2009