Ambulante Krankenpflege

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Perkutane endoskopische Gastrostomie PEG-Sonde

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Beschreibung:

 

Sonde in den Magen  durch die Bauchdecke zur extraoralen Ernährung mit Sondenkost (SK) bei Langzeiternährung oder zur Ableitung von Magensekret

Die perkutane endoskopische Gastrostomie (abgek.: PEG;  gaster = „Magen, Bauch" und  stoma = „Mund“, „Öffnung“) ist ein endoskopisch angelegter direkter Zugang zum Magen, der die Bauchwand durchdringt und der bei Patienten mit Schluckstörungen unterschiedlichster Ursache die künstliche Ernährung über lange Zeit ermöglicht. Der Begriff „perkutan“ leitet sich aus dem Lateinischen ab und kann mit "durch die Haut hindurch" übersetzt werden. Gastrostomie setzt sich aus den beiden griechischen Wortteilen "gastro" und "stomie" zusammen, wobei ersteres Magen und letzteres Öffnung bedeutet.

Die dabei verwendete PEG-Sonde ist ein elastischer Kunststoffschlauch, der im Rahmen einer Gastroskopie (Magenspiegelung) gelegt wird. Gegenüber der sog. nasalen Magensonde - das heißt einer Sonde, die über Nase, Rachen und Speiseröhre in den Magen reicht - besitzt die PEG-Sonde mehrere Vorteile. Unter anderem ist die Aspirationsgefahr verringert und der Patient kann zusätzlich zur verabreichten Sondennahrung ungestört schlucken.

Eine PEG ermöglicht somit die künstliche Ernährung mit Sondennahrung als enterale Ernährung, also eine Ernährung über den Magen-Darm-Trakt..eine PEG - Sonde

Es gibt drei Arten der Gabe von Nahrung

 

 

1. per Blasenspritzte nach Möglichkeit nicht

meist kleinere gaben von Flüssigkeit (z.B. Tee)

 2.Schwerkraft-Applikation

Die Schwerkraft-Applikation ist für Patienten mit Magensonde und stabiler Stoffwechsellage geeignet. Dabei wird der Sondennahrungsbehälter, eine Flasche oder einen Beutel, so an einem Infusions- oder Tischständer befestigt, dass die Nahrung per Schwerkraft durch Schlauchsystem und Sonde in den Magen-Darm Trakt fließt. Über einen Regler am Schlauchsystem lässt sich der Nahrungsfluss regulieren.
 

3. pumpen-applikation

Über die sogenannte Ernährungspumpe wird eine bestimmte Nahrungsmenge innerhalb eines festgelegten Zeitraums kontinuierlich zugeführt. Nahrungsmenge und Durchflussgeschwindigkeit lassen sich an der Pumpe individuell und auf den Milliliter genau einstellen. Ernährungspumpen sind sowohl für den stationären als auch für den ambulanten Bereich geeignet.

Mithilfe der Pumpen-Applikation kann die Sondenernährung langsam, kontinuierlich und sehr sicher aufgebaut werden. In folgenden Fällen ist eine Pumpe erforderlich:
 

  • empfindliche Patienten

  • alle Patienten mit duodenaler/jejunaler Sondenlage

  • kritisch-kranke Patienten auf der Intensivstation, bei denen sehr früh mit der Sondenernährung begonnen wird, um die Dauer minimal zu halten

  • Patienten mit eingeschränkter Immunabwehr und gestörter Verdauungs- und Resorptionsleistung

  • Tumorpatienten während einer Chemo- und/oder Strahlentherapie mit starker gastrointestinaler Symptomatik

  • Aids-Patienten mit dem Wasting-Syndrom und ausgeprägter gastrointestinaler Symptomatik

  • bei Patienten mit Stoffwechselstörungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus – hier kann die pumpengesteuerte Nahrungszufuhr zur Stabilisierung der Stoffwechselsituation beitragen

  • Patienten nach Gastrektomie, Kurz-Darm-Syndrom oder  chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

  • gastroenterologische Patienten, die verstärkt zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen neigen

  • neurologische Patienten, bei denen Nahrung eine erhöhte Reflux- und Aspirationsneigung verursacht

  • Patienten mit mehrfach neurologischen Behinderungen und Spasmen

  • empfindliche geriatrische Patienten und Kinder

  • bewusstlose Patienten
     


Ernährungspumpen tragen zur rascheren Mobilisierung der Patienten bei. Pumpe und Nahrung sind sehr transportabel und verursachen keine größeren Einschränkungen. Trotz Sondenernährung können die Patienten auf diese Weise schneller wieder ihrem gewohnten Arbeits- und Lebensrhythmus nachgehen.
 

einige Pumpen zu Applikation von Sondennahrung

 

 

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          weiteres / zu beachten:

         

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          Durchführung: