Ambulante Krankenpflege

Dismer

Nahrungsaufnahme

 
ZIELE

A Hilfe bei der Nahrungsaufnahme

GRUNDSÄTZLICHES

BESONDERHEITEN

NACHBEREITUNG

B Sondenernährung

GRUNDSÄTZLICHES

DURCHFÜHRUNG

NACHBEREITUNG

DOKUMENTATION

QUALIFIKATION

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Ziele:

  • Versorgung des Patienten mit Nährstoffen und Flüssigkeit in der dem Krankheits-Zustand des Patienten angepassten Form
  • Aufrechterhaltung des Stoffwechsels

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ZU A

Grundsätzliches:

  • Patient aktivieren, wenn möglich selbständig essen lassen
  • Blinden/seheingeschränkten Patienten erzählen, was es zu essen gibt
  • Behandlungen (z.B. Verbandwechsel) nicht kurz vor, während oder kurz nach dem Essen durchführen
  • Diäten/Flüssigkeitsbeschränkungen berücksichtigen, Zeiten für Zwischenmahlzeiten beachten
  • Bei Medikamentengabe vorgeschriebenen Einnahmezeitpunkt beachten
  • rechtzeitiges Einsetzen der Zahnprothese
  • Zeit nehmen, Essen langsam darreichen
  • Ess- und Trinkhilfen anbieten

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Besonderheiten bei Patienten mit Bewusstseinsstörungen/Schluckstörungen:

  • Lagerung situationsgerecht
  • Temperaturkontrolle der Speisen und Getränke
  • Schluckreflex überprüfen
  • Zahnprothesensitz überprüfen
  • Hilfsmittel benutzen (Strohhalm, Schnabeltasse, ...)
  • Keine Gemische aus flüssiger und halbfester Nahrung geben (haben verschiedene Schluckgeschwindigkeiten, hohe Aspirationsgefahr)
  • Wenig empfehlenswert ist Sprudel (Flüssigkeits-Gasgemisch)
  • Dickflüssige Getränke sind leichter zu trinken

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Nachbereitung:

  • Mundhygiene, ggf. spezielle Mundpflege siehe Standard 1.1
  • Dokumentation im Pflegebericht, ggf. Bilanzierung mit Handzeichen und Uhrzeit

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ZU B

Grundsätzliches:

  • Indikation bei Patienten mit Schluckstörungen, Bewusstseinsstörungen, Langzeit-Beatmung, gastroenterologische Erkrankungen
  • Verabreichungsmöglichkeiten: Magensonde (Ernährungssonde), Witzelfistel, PEG
  • Sondenkost (Menge, Zusammensetzung, Häufigkeit) nach ärztlicher Anordnung
  • Lagerungshinweise für Sondenkost beachten
  • Grundsätzlich mit abgekochtem Wasser oder Tee zubereiten !
  • Temperaturkontrolle der Sondenkost
  • Verdauungsstörungen beobachten
  • Sonde vor Nahrungsverabreichung mit 20 - 50 ml mit z.B. Tee, durchspülen
  • Zubereitete Sondennahrung nicht über 12 Stunden im Kühlschrank lagern

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Durchführung:

  • Patient informieren
  • Patient entsprechend lagern, wenn möglich Oberkörperhochlagerung
  • Mundpflege durchführen
  • Händedesinfektion (siehe Hygienehandbuch)
  • Lage der Sonde kontrollieren (Sondenmarkierung, pH-Wert)
  • Kontrolle des Nahrungstransportes durch vorsichtiges Ansaugen von Nahrungs-Resten aus dem Magen (bei Mageninhalt über 100 ml 1-2 Stunden Verabreichungspause, erneute Kontrolle, bei Hinweis auf Magenentleerungsstörung Arzt informieren
  • Serviette/Handtuch umlegen
  • angewärmte Sondenkost (30° Celsius) langsam verabreichen- Spritze portionsweise, maximal 100 ml in 5 bis 10 min
  • - Spritze portionsweise, maximal 100 ml in 5 bis 10 min
    - Schwerkraft (Spritzenzylinder, Beutel, Flasche) 100 ml in ca. 10 bis 15 min
    - über Pumpe (kontinuierliche Applikation) 100 ml in 60 min
  • Vor jedem Spritzenwechsel Ernährungssonde abklemmen (Luftzutritt, Magenblähung)
  • durchschnittliche Portion 200 - 300 ml (ärztliche Anordnung)
  • Nach Beendigung der Nahrungszufuhr Sonde durchspülen
  • Sonde abklemmen oder abstöpseln
  • Sondenfixierung überprüfen

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Nachbereitung:

  • Patient wenn möglich 30 min in Oberkörperhochlage belassen
  • Patient lagern nach Standard oder Anordnung
  • Material entsorgen
  • Arbeitsfläche reinigen, Feucht-Wischdesinfektion (siehe Hygienehandbuch)
  • Händedesinfektion (siehe Hygienehandbuch)
  • Nasenpflege siehe Standard 1.3

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Dokumentation:

  • Eintragung in den Durchführungsnachweis / Pflegebericht mit Uhrzeit und Handzeichen, ggf. Bilanzierung in der Verlaufskurve

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Qualifikation:

  • Krankenschwester / Krankenpfleger

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