
Ambulante Krankenpflege
Dismer
Magensonde
BESCHREIBUNG
MATERIAL
ZU
BEACHTEN
DURCHFÜHRUNG
DOKUMENTATION
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Beschreibung:
Einführung einer Sonde in den
Magen durch den Nasenrachenraum zur extraoralen Ernährung mit
Sondenkost (SK) oder zur Ableitung von Magensekret
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Material:
- Händedesinfektionsmittel,
- Sonde: Bei Langzeitindikation
und Eßtraining: Silikon-Kautschuksonde mit
Führungsmandrain, Charrière 8 - 10, bei Liegedauer bis
10 Tagen und zur Sekretableitung: Polyurethansonde, Ch.
12 16 (Sonde evtl. im Kühlschrank lagern)
- 1 - 2 Handschuhe
- Gleitmittel je nach Sonde
(siehe Packungsbeilage)
- Absaugeinrichtung
- Bei Bedarf Nasentropfen
- Sondenspritze
- Stethoskop
- Nierenschale, Zellstoff oder
Papiertaschentücher
- Getränk im Glas oder Becher,
evtl. mit Strohhalm
- Hautfreundliches Pflaster,
Schere, Markierstift (wasserfest)
- Sekretbeutel oder
Verschlußkappe (je nach Indikation und Sonde)
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weiteres / zu beachten:
- Vertragsärztliche Verordnung
mit Angabe der verordnungsrelevanten Diagnosen
- Patient ist informiert, hat
sein Einverständnis gegeben
- Evtl. liegt die Zustimmung
des gerichtlich bestellten Betreuers vor
- Durchführung von erfahrenen
3-jährig examinierten Pflegekräften
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Durchführung:
- Händedesinfektion der
Pflegekraft
- Nasen-Rachen-Raum reinigen,
bei Bedarf Nase putzen lassen, ggf. absaugen
- Evtl. Schleimhautanästhesie
- Handschuhe anziehen
- Sondenlänge abmessen
(Strecke Nase Ohr Sternum plus 5 cm)
- Länge mit wasserfestem Stift
markieren
- Gleitmittel auf die Sonde
auftragen evtl. mit Mandrain arbeiten
- Während der tiefen
Einatmungsphase des Patienten Magensonde durch
Nasenöffnung bis kurz oberhalb der Epiglottis einführen
- Patienten zum Schlucken
auffordern, evtl. Schlucken mit Wasser provozieren und
während jedes Schluckaktes Magensonde stückchenweise
bis zur Markierung vorsichtig vorschieben, Zeit zum Atmen
lassen
- Bei starkem Husten, Luftnot
oder Anzeichen einer Zyanose Sonde bis oberhalb der
Epiglottis zurückziehen
- Beruhigend auf den Patienten
einwirken, tief durchatmen lassen, nach einer kurzen
Pause erneut vorschieben
- Lagekontrolle:
- Falls mit Mandrain gearbeitet
wurde, Mandrain entfernen
- Luft in die Spritze aufziehen
und auf die Magensonde aufsetzen
- Insufflation von Luft
(mindestens 10 ml) und Lokalisierung des Geräusches
(Blubbergeräusche durch Luftturbulenz) mit dem
Stethoskop, dazu wird das Stethoskop unterhalb des
Sternums ansetzt
- Vorsichtige Aspiration von
Magensaft, evtl. Nachweis mit Indikatorpapier
- Sonde markieren (wie weit ist
die Sonde eingeführt)
- Fixierung der Sonde mit
Pflasterstreifen am Nasenrücken oder an der Wange
- Sonde verschließen, evtl.
Sekretbeutel anschließen
- Patienten lagern
Weiteres: Regelmäßige
Lagekontrolle mindestens 3x tägl. , vor jeder Applikation von
Sondennahrung oder Flüssigkeit, Liegedauer abhängig vom
verwendeten Material
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Dokumentation:
- Datum, Uhrzeit und
Handzeichen im Pflegebericht eintragen
- Sondenart, Sondengröße und
Einführlänge dokumentieren
- Bei Auffälligkeiten
Information an den Arzt
- Abzeichnen der erbrachten
Leistungen im Leistungsnachweis
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Update:27.10.2009