
Ambulante Krankenpflege
Dismer
Injektion, intramuskuläre (i.m.)
BESCHREIBUNG
MATERIAL
ZU
BEACHTEN
DURCHFÜHRUNG
DOKUMENTATION
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Beschreibung:
Einbringen einer
Injektionslösung in das Muskelgewebe, mittels Einmalspritze und Einmalkanüle
Kontraindikation:
-
Patienten mit Blutungsneigung
z.B. bei Antikoagulantientherapie (Heparin, Marcumar)
-
Verdacht auf Herzinfarkt
(i.m. Injektion verfälscht die Enzymdiagnostik)
-
Entzündungen,
Hämatome, Infektionen oder Ödeme im Injektionsgebiet
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Material:
-
Händedesinfektionsmittel
-
Hautdesinfektionsmittel
-
Spritzentablett (Fixierungsmöglichkeit für Kanülenhülle
+ Abwurfbehälter = MediBox)
-
Tupfer
-
Spritze 2, 5 oder 10 ml oder (Fertigspritze)
-
Kanüle Nr. 1 (Aufziehen des Medikaments)
-
Kanüle zur Injektion je nach Ernährungszustand des Patienten:
-
30 – 32 mm Länge bei Kleinkindern
-
38 – 40 mm Länge bei Schulkindern
-
48 mm Länge bei untergewichtigen Erwachsenen
-
51 mm Länge bei normalgewichtigen Erwachsenen
-
60 – 70 mm Länge bei übergewichtigen Erwachsene
-
Verordnetes Medikament
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weiteres
/ zu beachten:
-
Vertragsärztliche Verordnung mit Angabe der verordnungsrelevanten
Diagnosen, ausdrücklicher Begründung der medizinischen Notwendigkeit
sowie Angabe der voraussichtlichen Leistungsdauer bei akuter Behandlungspflegebedürftigkeit
-
Ausführung der Anweisung des Arztes durch dreijährig examinierte
Krankenschwester / Krankenpfleger
-
Patient ist über
das Medikament, evtl. die Dosierung und die Injektionsart informiert und
mit der Spritze einverstanden
-
Krankenschwester
/ Krankenpfleger weiß um Wirkung und Nebenwirkung der Medikamente
(Beipackzettel)
-
Achten auf: Kreislaufreaktionen, Atemnot,
Schwindelgefühl, Übelkeit, anhaltende Schmerzen Hämatome,
Nervenlähmungen, Abszesse ...
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Durchführung:
-
Patient sollte möglichst
bei der Durchführung liegen
-
Händedesinfektion
-
Kontrolle des Medikamentes
auf Verfallsdatum, Trübung, Flockung und Unversehrtheit der Ampulle
-
Medikament unter
aseptischen Bedingungen aufziehen
-
Sorgfältige
Lokalisation der Injektionsstelle: (nach v. Hochstetter)
-
Hautdesinfektion
und Einwirkzeit beachten (höchstes Infektionsrisiko bei i.m. Injektionen)
-
Zügiger Einstich
senkrecht zur Körperachse, Sicherheitsabstand von 1 cm vom Kanülenkonus
zur Haut beachten, (Sollte die Injektionskanüle zwischen Schaft und
Konus brechen, kann die Kanüle noch mit der Hand herausgezogen werden)
-
Kanüle am Sicherheitsabstand
mit Fingern fixieren (evtl. Verwendung eines sterilen Handschuhs)
-
Aspirationsversuch,
bei Blutaspiration: Kanüle etwas zurückziehen und nochmals aspirieren.
(Bei starker Vermengung des Medikamentes mit dem Blut Medikament verwerfen
und neu aufziehen)
-
Keine Blutaspiration:
Medikament langsam injizieren (ca. 2 ml/min)
-
Schmerzreaktionen
des Patienten bei der Injektion beobachten
-
Kanüle zügig
herausziehen
-
Einstichstelle mit
Tupfer komprimieren (ca.1 Min) und kreisend massieren zur besseren Verteilung
des Medikamentes im Skelettmuskel
-
Entsorgung der Kanüle
mit Schutzhülle
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Dokumentation:
-
Datum, Uhrzeit,
Handzeichen mit dem verabreichten Medikament samt Dosierung werden in
die Dokumentation eingetragen
-
auftretende Komplikationen
und Unverträglichkeiten werden im Pflegebericht vermerkt
-
Information an den
Arzt
-
Ggf. Beobachtungen
dokumentieren
-
Abzeichnen der erbrachten
Leistungen im Leistungsnachweis
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Update:27.10.2009