Ambulante Krankenpflege

Dismer

Infusionstherapie

Vorbereitung, Überwachung und Pflege, Nachbereitung

ZIELE

GRUNDSÄTZLICHES

VORBEREITUNG

DURCHFÜHRUNG

NACHBEREITUNG

DOKUMENTATION

BEACHTE

QUALIFIKATION


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Die pflegerischen Aufgaben im Zusammenhang mit der Infusionstherapie sind abhängig von:

  • Indikation 
  • Wirkung und Nebenwirkung der Infusionslösung 
  • Dauer der Infusionstherapie 
  • Art des venösen Zugangs 
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Ziele:

  • Gewährleistung des angeordneten Infusionsplans (richtige Infusion in vorgegebener Zeit) 
  • Hygienisch und technisch korrekter Umgang mit Zugang, Infusionslösung und System 
  • Venösen Zugang sichern und spezielle Beobachtung(en) 
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Grundsätzliches:

  • Der Patient muss umfassend über die Infusionslösung, Dosierung, Infusionsdauer und Infusionsart informiert werden und zu jeder Verabreichung sein Einverständnis geben. 
  • Infusionen bedürfen immer einer ärztlichen Anordnung. 
  • Die ärztliche Anordnung muss schriftlich erfolgen und übersichtlich sein, mit Angabe von :

  • - Name des anordnenden Arztes und Uhrzeit
    - Infusionsart
    - Infusionslösung : Art (Name), Menge, evtl. Zusätze angeben
    - Einlaufzeitraum oder
    - Tropfengeschwindigkeit bzw. Angabe in ml/h
  • Bei telefonischer Anordnung, Dokumentation innerhalb der ärztlichen Anordnungen:

  • - Name des anordnenden Arztes und Uhrzeit
    - Infusionsart
    - Infusionslösung : Art (Name), Menge, evtl. Zusätze
    - Einlaufzeitraum oder
    - Tropfengeschwindigkeit bzw. Angabe : ml / h
    - Am Telefon die Anordnung wiederholen und bestätigen lassen.
    - Die Anordnung muss vom Arzt zum nächstmöglichen Zeitpunkt abgezeichnet werden.
    - Die Verantwortung für die Abzeichnung liegt beim Stationsarzt.
  • Wechsel des konventionellen Infusionssystems nach spätestens 24 Std., geschlossene Infusionssysteme spätestens nach 48 Std. 
  • Konnektionsstellen nie ungeschützt lassen 
  • Kontrolle der Infusion auf : 

  • - Verfalldatum
    - Trübung, Flockung
    - richtiger Aufbewahrungsort
    - Unversehrtheit der Infusionsflasche, des -beutels
  • Benötigte Infusionslösung nach Plan (Anordnung) jeweils unmittelbar vor Gebrauch (max. 60 min vor der Verwendung) zubereiten. 
  • Nochmalige Übereinstimmung mit dem Plan kontrollieren, die jeweils anzuhängende Infusion deutlich beschriften, wenn möglich Aufkleber verwenden 
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Zubereiten der Infusion 

Vorbereitung :

  • mit Plan übereinstimmende Infusionsflasche 
  • saubere Arbeitsfläche schaffen (Feucht - Wischdesinfektion, s. Hygienehandbuch) 
  • hygienische Händedesinfektion (s. Hygienehandbuch) 
  • ggf. für die zu applizierenden Zusätze entsprechende Anzahl von sterilen Einmalspritzen und Kanülen jeweils zum Aufziehen und Einspritzen in die Infusionsflasche 
  • entsprechendes steriles Infusionssystem 
  • ggf. Filter und Mehrwegehähne 
  • Händedesinfektionsmittel 
  • Desinfektionsmittel 
  • sterile Kompressen/Tupfer 
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Durchführung:

  • hygienische Händedesinfektion (s. Hygienehandbuch) 
  • Gummistopfen der Infusionsflasche mit Desinfektionsmittel besprühen 
  • Einwirkzeit beachten , mit steriler Kompresse/Tupfer "stehende Reste" abwischen 
  • ggf. Zusatzmedikament(e) steril applizieren 
  • Infusionssystem anschließen und luftfrei füllen - vorhandene Luftblasen entfernen, Maßnahme nicht am / über dem Waschbecken vornehmen, da eine Nasszelle = viele Keime, es ist eine Nierenschale zu verwenden. 
  • Beschriftung der Infusionsflasche 
  • Tropfgeschwindigkeit errechnen (wenn kein Mengenzähler angeschlossen) 
a.) Infusionsmenge und -dauer sind angeordnet 
Menge in ml : Infusionsdauer in Stunden X 3 = Tropfen / Minute
b.) Infusionsmenge und Tropfenzahl sind angeordnet
Menge in ml : Tropfenzahl / Min. X 3 = Infusionsdauer in Stunden
  • Patient informieren 
  • Patient lagern, u. U. vorher auf die Toilette schicken 
  • Kontrolle der Einstichstelle 
  • Verbandwechsel (s. Standard Nr. 3.13) 
  • Diskonnektion und sofortiger Anschluss des luftleeren Systems 
  • Fixierung von Zugang und System 
  • Infusion starten 
  • Dokumentation der genauen Uhrzeit 
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Nachbereitung / Entfernung der Infusion :

  • Diskonnektion 
  • beim liegenden ZVK: den Katheter mit 10 ml NaCl 0,9% oder Glucose 5% auffüllen 
  • beim liegenden peripherem Zugang: diesen mit einem Mandrin verschließen 
  • Zugang sichern 
  • Patient bequem lagern 
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Dokumentation:

  • Eintrag in den Durchführungsnachweis bzw. Infusionsplan / Überwachungsbogen der exakten Einlaufzeit mit Uhrzeit und Hz. 
  • Eintrag von Beobachtungen / Auffälligkeiten im Pflegebericht 
  • Eintrag von Vitalparametern im Überwachungsbogen, Kurve oder Pflegebericht 
  • Eintrag von evtl. Verbandwechsel im Durchführungsnachweis 
  • Eintrag von einer evtl. Entfernung / Wechsel des Zugangs auf der Kurve oder im Überwachungsbogen 
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Beachte :

  • bei schlecht laufender Infusion den Zugang und Einstichstelle überprüfen 
  • bei Schmerzen, Schwellung, Flüssigkeitsaustritt an der Einstichstelle - Infusion sofort abstellen, Arzt informieren, auf keinen Fall durchspritzen o. ä. 
  • beim liegenden ZVK überprüft der Arzt die Durchgängigkeit und entscheidet über eine evtl. Katheterentfernung. 
  • auf mögliche Nebenwirkungen achten, insbesondere während der ersten 10 min, ggf. die Infusion abstellen, Arzt informieren, engmaschige Vitalzeichenkontrolle 
  • Beobachtungen und Maßnahmen im Pflegebericht / Überwachungsbogen dokumentieren 
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Qualifikation:

  • Krankenschwester / Pfleger 
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