Der Kanülenlänge kommt bei
der Intramuskulären Injektion eine besondere Bedeutung zu. Eine
zu lange Kanüle kann auf Knochengewebe stoßen, eine zu kurze
Kanüle statt im Muskel im subkutanen Fettgewebe landen,
insbesondere bei adipösen Patienten, aber auch bereits bei
Normalgewichtigen. Eine fälschlicherweise ins Fettgewebe
erfolgte Injektion führt nicht nur zu einer veränderten
Resorptionsdauer, sondern kann auch schwerwiegende
Komplikationen nach sich ziehen (siehe unten).
Anmerkungen
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*Hier
wäre eine Kanülenlänge von 60 mm angezeigt. Da es eine
solche auf dem deutschen Markt nicht gibt, empfiehlt sich
die 70 mm-Kanüle unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes
von 10 mm. Ausnahme: sehr adipöse Patienten.
Die Fachliteratur
empfiehlt meist, die Kanüle nicht ganz einzustechen, sondern
einen Abstand zwischen Konus und Haut von 10 mm zu halten. Als
Begründung wird angeführt, man könne so, im Falle eines
Abbrechens der Kanüle, diese noch problemlos herausziehen. Das
Abbrechen einer Kanüle ist bei fachgerechter Durchführung der
Injektion jedoch eine derart seltene Komplikation, dass guten
Gewissens und zugunsten einer ausreichend tiefen Injektion
darauf verzichtet werden kann. Die oben angegebenen
Kanülenlängen berücksichtigen daher keinen Sicherheitsabstand (Ausnahme:
ventrogluteale Injektion bei Übergewichtigen).