Ambulante Krankenpflege

Dismer

Dekubitusprophylaxe und Behandlungshinweise

 
MASSNAHMEN

ZIELE

GRUNDSÄTZLICHES

HAUPTPFLEGE

DOKUMENTATION

QUALIFIKATION

HÄUFIGKEIT

HINWEISE


ZURÜCK ZU DEN PFLEGESTANDARDS

Maßnahmen:

A Mobilisation (s. Standard 2.8)
B Weich- und Hohllagerung, Umlagerung, Seitenlagerung (s. Standard 2.6)
C Lagerungshilfsmittel (Antidekubitusmatratzen ...)
D Haut - und Körperpflege (s. auch Standard 1.0)
E Eiweiß- und vitaminreiche Kost, ausreichende Flüssigkeitszufuhr

ZURÜCK ZUM ANFANG


Ziele:

  • Gefährdete Patienten erkennen 
  • Risikofaktoren ausschalten 
  • Erhaltung der intakten Haut, Verhinderung von Hautschäden durch Veränderungen des äußeren Milieus 
  • Vermeidung von Gewebsschäden durch Druckbelastung 
  • Entlastung bei bereits bestehenden Druckgeschwüren und Eigenaktivität des Patienten fördern 
ZURÜCK ZUM ANFANG


Grundsätzliches:

  • Druck über eine längere Zeitspanne verhindert die Durchblutung des Unterhautgewebes, durch Sauerstoffmangel kommt es zu Gewebeschäden, später zur Nekrose 
  • Risikofaktoren (Disposition) beschleunigen die Dekubitusentstehung 
  • Risikofaktoren sind: Immobilität (Koma, Sedierung ...), Inkontinenz (feuchte Kammer, ätzende Wirkung), Adipositas, Kachexie, Fieber, starkes Schwitzen, Hämodynamische Einschränkungen (Herzinsuffizienz, Zentralisation, arterielle Durchblutungsstörungen...), Stoffwechselerkrankungen, (Diabetes mell. ...),hohe Katecholamindosierung 
  • regelmäßige Inspektion der gefährdeten Stellen 
  • Drucknekrosen können auch bei Magensonden, Tubus usw. entstehen 
  • Gradeinteilung: 
Grad 0: keine sichtbaren Hautschäden, Risikofaktoren sind vorhanden
Grad 1: abgegrenzte Rötung, keine Hautdefekte
Grad 2: Rötung, Risse, Blasen
Grad 3: Rötung, Risse, Blasen, Nekrosen der Haut, Muskeln, Faszien
Grad 4: Rötung, Risse, Blasen, Nekrosen der Haut, Muskeln, Faszien, Knochen, Gefahr der Osteomyelitis
  • Komplikationen: Sekundäre Infekte, Sepsis, Osteomyelitis 
ZURÜCK ZUM ANFANG


Hautpflege zur Drucknekrosenprophylaxe:

  • hausübliche Medikamente (z.B. PC30 V+) benutzen 
  • feuchte Kammern vermeiden (Körperpflege, Bettwäsche) 
  • Säuremantel der Haut schützen, keine alkalihaltigen Substanzen benutzen 
ZURÜCK ZUM ANFANG


Dokumentation:

  • Eintragung in den Durchführungsnachweis / Pflegebericht mit Uhrzeit und Handzeichen 
  • Es genügt nicht, nur vorhandene Drucknekrosen und durchgeführte Wund- behandlungsmaßnahmen zu dokumentieren, sondern es müssen ebenfalls das Dekubitusrisiko und die durchgeführten Prophylaxen dokumentiert werden! 
  • Bei vorhandenem Dekubitus umfasst die Dokumentation Beschreibung der Lage, Größe, durchgeführte Behandlungsmaßnahmen, Veränderung der Wundverhältnisse, durchgeführte Lagerung (mit Zeitangabe und Lagerungsposition) 
  • Lagerungshilfsmittel (wie z.B. Antidekubitusmatratzen ...) müssen zusätzlich dokumentiert werden 
ZURÜCK ZUM ANFANG


Qualifikation:

  • mindestens 2 Krankenschwestern / -pfleger 
ZURÜCK ZUM ANFANG


Häufigkeit:

  • nach Risiko des Patienten 
  • Abweichungen nach ärztlicher Anordnung 
ZURÜCK ZUM ANFANG


Hinweise zur Dekubitusbehandlung:

  • absolute Druckentlastung der betroffenen Stellen 
  • Vorgehen: (nach ärztlicher Anordnung)

  • 1. Wundreinigung
    2. Abtragung aller Nekrosen (Arzt)
    3. Granulationsförderung 
    4. steriler Verband
ZURÜCK ZUM ANFANG
ZURÜCK ZU DEN PFLEGESTANDARDS
Copyright © 1997 Deutsches Herzzentrum Berlin